Michael C. Blumenthal, Alle meine Mütter und Väter
Erinnerungen
»Kein Tier, kein Heiliger und kein Gott kann mir helfen, meiner Eltern Last zu tragen.«
Diese Geschichte handelt von Menschen, die aus Deutschland in die USA flüchten, und ist zugleich die ur-amerikanische Immigranten-Saga als Folie für tiefgründige Reflektionen zu Individuum, Familie und Geschichte.
Mit Ironie, rückhaltlosem Realismus und nie versiegendem Humor erzählt Michael C. Blumenthal, wie seine leiblichen Eltern ihn nach der Geburt in die Obhut von zwei Holocaust-Flüchtlingen geben, und wie er deswegen mit vollkommen falschen Vorstellungen über sich und seine Herkunft aufwächst. Der Tod der vermeintlichen Mutter, die sprichwörtliche böse Stiefmutter, der befangene, selbstquälerische Vater, all das sind Elemente von Blumenthals einsamer Reise zu dem Ziel, einer der großen amerikanischen Dichter zu werden.
Erst der Tod seiner »Eltern« führt zur Annahme des eigenen Lebens und zu einer ergreifenden Beschreibung der Liebe zu seinem eigenen Sohn.
Der Amerikaner Michael C. Blumenthal, geboren 1949, veröffentlichte bisher sieben Bände Gedichte, drei Romane und einen Band Essays. Seine Werke sind vielfach preisgekrönt. Er praktizierte als Rechtsanwalt und war Professor für Kreatives Schreiben an der Harvard Universität. Er übersetzt aus dem Deutschen, Französischen und Ungarischen ins Englische. Einen Teil des Jahres verbringt er in einem Dorf am Ufer des Balaton in Ungarn. Seine Berichte von einem Forschungsaufenthalt in Südafrika, wo er sich mit dem Verhalten verwaister Affenjungen befasste, wurden in »Natural History« und im »The Washington Post Magazine« abgedruckt. Seit 2008 ist er Professor an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität von West Virginia.
»Einer der großen Dichter seiner Generation.«
Seamus Heaney, Träger des Nobelpreises für Literatur
Veranstaltender Verlag: VAT Verlag