Startseite

In Trier wird die Schriftstellerin Clara Viebig nun endlich mit einer Gedenktafel geehrt. Angebracht wird sie am Simeonstiftplatz 1, Eingang Kutzbachstraße, wo bis in die Sechzigerjahre Viebigs Geburtshaus stand. Die öffentliche Einweihung der Tafel findet statt am 16.8.2018 um 11.00 Uhr.
Arne Houben, Präsident der Clara-Viebig-Gesellschaft und Verleger ihrer Bücher im Rhein-Mosel-Verlag, begrüßt die Anwesenden. Für den musikalischen Teil sorgt von Bänkelsänger Andreas Sittmann. Oberbürgermeister Wolfram Leibe und Kulturdezernent Thomas Schmitt steuern jeweils ein Grußwort hinzu; enthüllt und erläutert wird die Tafel durch Christel Areth, Ehrenpräsidentin der Clara-Viebig-Gesellschaft.
"Ich bin dicht an der französischen Grenze, im alten heiligen Trier, in der Simeonsstiftstraße, im sogenannten Simeonsstift, geboren, dicht an der Porta Nigra, jenem wunderbaren Denkmal altrömischer Baukunst. Es hat seinesgleichen in Deutschland nicht mehr. Die wie von Zyklopenhänden geschichteten mächtigen Quadern – schwarz, ganz schwarz sind sie durch das Alter geworden – stehen in merkwürdigem Gegensatz zu dem sonnenüberglänzten roten Sandstein der Berge und den grünen Reben der Moselstadt, die sich rühmt, dreizehn Jahrhunderte älter als Rom zu sein."
(Clara Viebig, Aus meinem Leben)