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Marie Sophie Michel Dreiig Briefe an den Sommer Cover KopieDie Novelle hat eine ungewöhnliche Entstehungsgeschichte: Sie entstand aus den Einträgen der Autorin im Trauerblog der Süddeutschen Zeitung, die sie als Briefe an ihren Mann nach dessen Tod dort niederschrieb. Aus diesen Briefen an den Sommer - gemeint ist sowohl die Jahreszeit als auch der Ehemann, der den Nachnamen Sommer trug - entwickelte sie eine gefühlvolle und in keiner Sekunde rührselige Erzählung über einen Abschied, der kein Abschied ist.

Es ist eine fiktionale und zugleich wahre Geschichte: Die Geburt einer nicht mehr ganz jungen Frau, ihre Befreiung und Emanzipation von einem Leben, das sie nie hinterfragt hat. Sie reflektiert Vergangenheit und Gegenwart, prüft, womit sie abschließen kann und findet sich selbst neu.
Marie-Sophie Michels Umgang mit der Trauer bemerkenswert. Die Trauerarbeit wird zu einem Wiederfinden und Verstehen, zu Betrachtungen über eine Liebe, die Bestand hat durch gute und durch schlechte Zeiten. Die Aufarbeitung bringt einiges zutage, so auch einen Stapel Liebesbriefe einer früheren Geliebten. Schauplatz ist neben München und Rom vor allem die Gegend rund um den Golf von Neapel.

Marie-Sophie Michel ist 1966 in Paris an der Seine geboren. Von dort hat es sie in jungen Jahren an die Isar verschlagen, wp sie immer noch lebt. Bei einem Radiosender ­moderiert sie regelmäßig Literatursendungen. Sie schreibt Lyrik und Prosa. Zahlreiche Veröffentlichungen in den letzten Jahren.

Das Buch ist erschienen im Verlag Kleine Schritte