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Ernst Künzl Der große Kunstraub thEntwurzelte Kunstwerke – Waffen, Statuen, Gemälde, Edelmetallgefäße, sogar ganze Bibliotheken oder gar gewaltige Obelisken waren Kriegsbeute siegreicher Triumphatoren. Kunstraub begann im Orient im 2. und 1. Jahrtausend v. Chr., als Elamer, Assyrer und Babylonier ihren besiegten Feinden die Kulturgüter entführten.
Kunstraub, ein Phänomen seit mehr als 3000 Jahren also, fand seine Höhepunkte im Altertum mit Roms Kriegszügen in den Ländern der Griechen.
Beutekunst war stets Ausdruck politischer Macht und kultureller Unterwerfung. Mit

gigantischen Präsentationen erbeuteter Kunstwerke in ihren Triumphzügen versuchten die Triumphatoren aus Roms Hochadel, sich gegenseitig zu übertreffen (3. - 1. Jh. v. Chr.). Durch Stiftungen von Kunstwerken aus Kriegsbeute an die Götter erhielt diese auch einen stark religiös geprägten Hintergrund, der in der christlichen Jagd nach Reliquien, oft mitsamt ihren kunstvollen Fassungen, seinen Gipfelpunkt im Mittelalter und der frühen Neuzeit erreichte.

Ernst Künzl führt durch die komplexe Geschichte des Kunstraubes und streift auch Kunstraubprobleme, die nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute ins öffentliche Interesse geraten sind. Erl ist Archäologe und war von 1971 bis 2004 am Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz tätig. Über 300 Publikationen als  freier Sachbuchautor..

Das Buch ist erschienen im Nünnerich-Asmus Verlag & Media